Christoph von Schmid          Heimathefteintag Nr. 13

Christoph von Schmid ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Kinder- und Jugendschriftsteller 
der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Werk ist das Weihnachtslied „Ihr Kinderlein kommet“. 
2004 jährt sich sein Todestag zum 150. Mal. Aus diesem Anlass fand an all seinen Wirkungsstätten 
Seeg
, Dinkelsbühl, Mindelheim, Thannhausen, Oberstadion und Augsburg  
ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm statt.   siehe auch Broschüre (777 kb)  
Presseartikel
aus den Mittelschwäbischen Nachrichten aus den Jahren 2001 und 2003
Text "Ihr Kinderlein kommet..."

Weitere Links: Christoph-von-Schmid-Schule in Oberstadion   Dinkelsbühl: Grundschule www.gutenberg.spiegel.de/autoren/schmid.htm  www.augsburger-gedenktage.de/Gedenken/Schmid.htm  
www.bautz.de/bbkl/s/s1/schmid_ch.shtml

Von der Christoph-von-Schmid-Realschule Thannhausen stammt folgende Seite:

Der Pädagoge, Seelsorger und Priester Christoph von Schmid war der erfolgreichste Jugendschriftsteller seiner Zeit. Sein heute bekanntestes Werk ist das Weihnachtslied “Ihr Kinderlein kommet.”

Bild

  

Am 15. Aug. 1768 erblickte er als erster Sohn eines in den Diensten des Augsburger Domkapitels stehenden Beamten in der alten Reichsstadt Dinkelsbühl das Licht der Welt.

              Geburtshaus früher und heute

Seine Liebe zur Natur, der Sinn für wahre Religiosität und die Freude am Erzählen wurden im Elternhaus grundgelegt. Nachdem er die Volksschule seiner Heimatstadt besucht hatte, begann er sein Studium am Gymnasium in Dillingen. Dank einer Hauslehrerstelle, die ihm zum ersten Mal Gelegenheit gab, sein pädagogisches Talent unter Beweis zu stellen, war es ihm trotz der aus dem Tod seines Vaters resultierenden finanziellen Schwierigkeiten möglich, die an der bischöflichen Universität Dillingen begonnenen philosophischen und theologischen Studien fortzuführen.
Neben anderen vortrefflichen Professoren übte vor allem Johann Michael Sailer, dessen Lieblingsschüler er wurde und dem er zeitlebens in Freundschaft verbunden blieb, einen großen Einfluss auf ihn aus.
1791 wurde er zum Priester geweiht und begann seine seelsorgliche Tätigkeit als Pfarrgehilfe in Nassenbeuren.

Innen- und Außenansicht der Kapelle von Nassenbeuren. 
Hier entstand das Lied “Ihr Kinderlein kommet.”

Ein Jahr später trat er die Kaplanstelle in Seeg an; dann erfolgte seine Berufung nach Thannhausen.

Am "Christabend" 1796 trat der damals 28-jährige in Thannhausen den Posten als Benefiziat und Schuldirektor an.

 

Da er als Kaplan und Benefiziat Lehrer und Erzieher in einem war und ab 1806 auch noch die Aufgabe eines Distriktschulinspektors zu bewältigen hatte, klagte er manchmal, dass ihm für seine schriftstellerische Tätigkeit nicht mehr genug Zeit bleibe. Aber gerade die praktische Arbeit in Schule und Seelsorge wirkte sich positiv auf sein literarisches Schaffen aus, weil es ihm Lebensnähe verlieh. So entstanden in lebendigem Umgang mit der Jugend seine "Biblische Geschichte", "Das Gottbüchlein" und die Erzählungen "Die Ostereier" und "Genovefa", die seinen Weltruhm begründen halfen. Für Kinder zu schreiben war seine Leidenschaft und darin erkannte er seine Sendung. Viele Entwürfe, die er in Thannhausen begonnen hatte, konnte er erst in Oberstadion, wo er von 1816 bis 1827 als Pfarrer wirkte, vollenden.
Im Jahre 1826 wurde Christoph von Schmid durch König Ludwig I. von Bayern als Domherr nach Augsburg berufen und verwaltete in dieser Funktion das Schulwesen.
Ein äußerer Glanzpunkt seines Lebens war die Erhebung in den Adelsstand durch die Ernennung zum Ritter des Verdienstordens der bayerischen Krone. Am 3. Sept. 1854 wurde Christoph von Schmid ein Opfer der in Augsburg wütenden Cholera, doch sein literarisches Schaffen, geprägt von tiefer Religiosität, hat die Zeit überdauert. Viele seiner Kirchenlieder, wie z. B. "Beim letzten Abendmahle", "Komm Heiliger Geist auf uns herab", "Am Pfingstfest um die dritte Stunde" oder "Ihr Kinderlein kommet" sind noch heute bekannt. Zusammen mit Anton und Albert Höfer verfasste er in seiner Zeit in Thannhausen das "Thannhauser Laudate", ein Gesangsbuch mit deutschen Kirchenliedern.

Seine Schriften "Rosa von Tannenburg", "Heinrich von Eichenfels" oder "Der Weihnachtsabend" wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. 

         Denkmal in Thannhausen 

 

1901 Einweihung vor dem “alten Schulhaus” 
und dem jetzigen Rathaus.

 

 

 

Landkarte mit den Orten,
in denen Chr. von Schmid
wirkte:

                                        cvskarte.jpg (49926 Byte)  Stationen (grüne Punkte)
Diese Karte wurde übernommen von Christoph-von-Schmid-Schule in Oberstadion   Herzlichen Dank!
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