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Da er als Kaplan und Benefiziat
Lehrer und Erzieher in einem war und ab 1806 auch noch die Aufgabe eines
Distriktschulinspektors zu bewältigen hatte, klagte er manchmal, dass
ihm für seine schriftstellerische Tätigkeit nicht mehr genug Zeit
bleibe. Aber gerade die praktische Arbeit in Schule und Seelsorge wirkte
sich positiv auf sein literarisches Schaffen aus, weil es ihm Lebensnähe
verlieh.
So entstanden in lebendigem Umgang mit der Jugend seine "Biblische
Geschichte", "Das Gottbüchlein" und die Erzählungen
"Die Ostereier" und "Genovefa", die seinen Weltruhm
begründen halfen.
Für Kinder zu schreiben war seine Leidenschaft und darin erkannte er
seine Sendung. Viele Entwürfe, die er in Thannhausen begonnen hatte,
konnte er erst in Oberstadion, wo er von 1816 bis 1827 als Pfarrer
wirkte, vollenden.
Im Jahre 1826 wurde Christoph von Schmid durch König Ludwig I. von
Bayern als Domherr nach Augsburg berufen und verwaltete in dieser
Funktion das Schulwesen.
Ein äußerer Glanzpunkt seines Lebens war die Erhebung in den
Adelsstand durch die Ernennung zum Ritter des Verdienstordens der
bayerischen Krone. Am 3. Sept. 1854 wurde Christoph von Schmid ein Opfer
der in Augsburg wütenden Cholera, doch sein literarisches Schaffen,
geprägt von tiefer Religiosität, hat die Zeit überdauert. Viele
seiner Kirchenlieder, wie z. B. "Beim letzten Abendmahle",
"Komm Heiliger Geist auf uns herab", "Am Pfingstfest um
die dritte Stunde" oder "Ihr Kinderlein kommet"
sind noch
heute bekannt. Zusammen mit Anton
und Albert Höfer verfasste er in seiner Zeit in Thannhausen das
"Thannhauser Laudate", ein Gesangsbuch mit deutschen
Kirchenliedern.
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