Archivseite Stand 31.7.2012 Anton Höfer
- Namenspatron unserer Schule
Heimathefteintrag
Nr. 12
1993 erhielt unsere Schule auf Antrag der Lehrerkonferenz und des Elternbeirats den Namen Anton-Höfer-Grundschule.
Bilder von der Namensgebung
Anton Höfer wirkte von 1793 bis 1837 in Thannhausen als Lehrer und Organist. Seine Würdigung erfuhr Anton Höfer durch einen ehemaligen Schüler: Laurentius
Stempfle, Professor für Moral- und Pastoraltheologie zu Dillingen, der die Lebensgeschichte des Schullehrers Anton Höfer verfasste und ihm widmete.
Anton Höfer wurde am 1. November
1764 als Sohn des Schulmeisters Johann Höfer in
Ettelried geboren. Er zeigte schon früh seine musische Begabung und erhielt deshalb Musikunterricht. Beim Kantor in Ziemetshausen lernte er Violine. Er wollte Lehrer werden. Seine Vorbereitung hierzu erhielt er in Augsburg, zuerst in der Normalschule, dann in der Domschule. Dann arbeitete er als Kammerdiener und Ökonomieverwalter im Kloster Oberschönenfeld bei Augsburg. Anton Höfer war als guter Geiger bekannt und sollte bei einer Freilichtaufführung im damaligen “Englischen Garten” in Thannhausen mitwirken. Dabei lernte er die Lehrerstochter Maria Elisabeth Wagner kennen. Anton Höfer war in Thannhausen erwünscht und erhielt im
Juni 1793 das Anstellungsdekret als Lehrer in
Thannhausen.
”Höfer entfaltete ein sehr
großes Engagement in seiner schulischen Tätigkeit und war bei den Schülern sehr beliebt. ... Er suchte bei jedem Lehrgegenstande das rechte
Maß und die rechte Weise zu treffen, um den Verstand und das Herz der Jugend
gleichmäßig zu bilden. - Liebreich wie ein Vater, zärtlich wie eine Mutter, einfach wie ein Kind ging er mit diesen Kindern um.”, so die Würdigung durch seinen Schüler Laurentius
Stempfle.
Als der Pfarrer und Jugendschriftsteller
Christoph
(von) Schmid 1796 nach Thannhausen kam, erreichte das Schulwesen hier mit den beiden Pädagogen einen Höhepunkt. Es gelang ihnen auch, den deutschen Volksgesang in der Kirche und in der Schule zu verbreiten. So entstand das bekannte Gesangbuch “Thannhauser Laudate”.
- Am 9. September
1837 starb Anton Höfer. Christoph von Schmid verfasste folgenden Grabspruch, der auf dem Thannhauser Friedhof am Grabmal nachzulesen ist:
“Ihm, dessen Kunst den Höchsten ehrte mit Saitenspiel und mit Gesang, ihm, der so treu die Jugend lehrte, wohl über 40 Jahre lang, dank ihm, geliebte Pfarrgemeinde du! Und wünsche ihm des Himmels Ruh`!”
Anton und Elisabeth Höfer hatten insgesamt elf Kinder, von denen aber nur
Adelheid (verh. Haug, Günzburg), Albert und Ulrich überlebten.
Acht Kinder starben bei der Geburt oder in der frühen Kindheit. Sein
Sohn Albert Höfer wurde später Stadtpfarrer in Günzburg. Vater und Sohn komponierten zusammen viele
bekannte Kirchenlieder wie z.B. “Jesus lebt, mit ihm auch ich...”- “Am Pfingstfest um die dritte Stunde....”.
Diese Lieder werden heute noch in den christlichen Kirchen gesungen.
Bilder von der
Namensgebung 1993
Interessantes
aus der Heimatgeschichte
* Umfangreiche
Darstellung der Schulgeschichte
mit Bildern * Lied
zur Heimatgeschichte
* Die
Geschichte Thannhausens * Bilder
von der 50-Jahrfeier der Stadterhebung 1953 - 2003
* Presseartikel
über Chr. von Schmid *
Christoph von
Schmid in Thannhausen
* Informationen
über Albert Höfer